Versorgt die Tiefen-Geothermie bald auch Neuhofen mit Wärme?
Die Vorstellung „Kommunale Wärmeplanung in der Verbandsgemeinde Rheinauen“ mit dem Schwerpunkt Neuhofen stand wieder auf der Tagesordnung. Im Hinblick auf die für eine zentrale Wärmeversorgung potenziell in Betracht kommenden Ortsbereiche gab es keine neuen Erkenntnisse.
Aber: Die Wärmequelle Tiefen-Geothermie wurde das erste Mal als Option im Rat vorgestellt. Die Geschäftsführung der Fa. Geopfalz, einer gemeinsamen Tochter der Stadtwerke Speyer und Schifferstadt, stellte die Anbindung von Neuhofen in Aussicht. Wenn bei Waldsee eine Anlage zur Extraktion der Erdwärme aus tiefen Gesteinsschichten erbaut wird, könnten Gebiete in Neuhofen von dieser aktuell klimaschonenden Technik zur Wärmegewinnung profitieren. Ein engmaschiges Netz aus Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen mit automatisierten Abschaltungseinrichtungen würde errichtet, um negative Umwelteinflüsse zu verhindern. Darüber hinaus muss ein Betreiber Versicherungsverträge abschließen, die Schäden aus dem Betrieb der Anlagen decken.
Der Ortsgemeinderat stimmte nach der Vorstellung der Überlegungen der Erstellung einer Machbarkeitsstudie einstimmig zu. Diese ist Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln für die Detailplanung und ggf. Umsetzung der umfangreichen Maßnahmen. Mit dem Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG), das voraussichtlich am 19.12.25 vom Bundesrat gebilligt wird, bekommen solche technischen Anlagen den Status „überragendes öffentliches Interesse“, woraus eine wesentliche Verkürzung der Genehmigungsverfahren folgt. Auch Grundstücke sind dann leichter zu erwerben.
Wir GRÜNE sehen in der Tiefen-Geothermie eine unabhängige und klimaneutrale Wärmegewinnungsoption, die in vielen Ländern und Städten bereits sicher im Einsatz ist; genannt wurden München (20 Jahre, 40 Anlagen), Grünwald/Unterhaching, Aarhus (Dänemark), Szeged (Ungarn). Die Sicherheit der Tiefen-Geothermie wurde mit den gemachten Erfahrungen ständig weiterentwickelt. Sie ist die bessere Alternative zu Kohle, Öl, Gas oder anderen klimaschädlichen Energielieferanten. Die Gewinnung von Erdwärme ist dauerhaft und langfristig durch die Anlagenbetreiber kalkulierbar. Die Versorgung durch kommunale Unternehmen hat die Versorgungssicherheit im Fokus, nicht die Gewinnmaximierung. Wir warten mit Spannung auf das Ergebnis der Machbarkeitsstudie im Jahr 2026.
Straßenausbauprogramm 2026 – 2030
Das Straßenausbauprogramm wurde als Basis für die Finanzplanung der Ortsgemeinde wie vorgelegt vom Rat beschlossen. Die Grundstücksbesitzer in Neuhofen werden auch in den kommenden Jahren einen Teil der finanziellen Last daraus über die „Wiederkehrenden Beiträge“ tragen müssen. Maßnahmen sind vorgesehen in: Dieselstraße, Rehhütter Straße, Landsiedlung, Jahnstraße (Nebenweg, Radweg), Industriestraße (u.a. Fahrradweg). Wir GRÜNE setzen uns zudem dafür ein, dass begleitend zum Straßenausbauplan Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen konsequent vorangetrieben werden.
Unterhaltsreinigung der gemeindeeigenen Gebäude
Die Reinigungsarbeiten in den gemeindeeigenen Gebäuden wurden in diesem Jahr neu ausgeschrieben und zum 1. Januar 2026 vergeben. Bisher beschäftigte die Ortsgemeinde eigene Reinigungskräfte, doch dies stellt einen hohen Verwaltungsaufwand dar. Daher hat die Gemeinde beschlossen fast alle Reinigungsarbeiten für die öffentlichen Gebäude an eine Reinigungsfirma zu vergeben. Dies hat Vor- aber auch Nachteile und kann teurer sein. Die Bewertung der Angebote erfolgte nach einem Punktesystem. Eigene Erfahrungswerte über die Firma liegen nicht vor.
Wir hoffen, dass die Verwaltung über dieses Verfahren einen verlässlichen Partner ausgewählt hat, der den Ansprüchen der Bürger an die Reinigung der Einrichtungen gerecht wird. Sollten Sie im neuen Jahr bei den Reinigungsarbeiten Nachlässigkeit feststellen, so informieren Sie bitte die Verwaltung direkt darüber, um möglichst schnell gegensteuern zu können. Insgesamt werden wir künftig mehr Geld für Reinigungsarbeiten ausgeben, denn die öffentlichen Gebäude sind mehr geworden. Dazu gekommen sind zum Beispiel das neue Gebäude im Sportzentrum II und das nach der Sanierung wieder zu nutzende Alte Rathaus.
Jahresausklang im renovierten „Alten Rathaus“
Ortsbürgermeister Marohn lud im Anschluss an die Sitzung des Ortsgemeinderates im alten Ratssaal die Teilnehmer und Gäste sowie Besucher zu einem kleinen Umtrunk im Erdgeschoss des Gebäudes ein. Er dankte den ehrenamtlichen Mitgliedern für ihren Einsatz und ihre Beiträge im Rat im Jahr 2025.