Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
Bürgerbeirat stellt sich im Gemeinderat vor
Der Bürgerbeirat hat vor inzwischen drei Monaten seine Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung des Gremiums wird grundsätzlich begrüßt, dennoch sind einige Fragen zur künftigen Arbeit und den Rahmenbedingungen noch offen. Ein zentraler Punkt ist dabei die thematische Ausrichtung des Bürgerbeirats. Die Vertreterin des Gremiums erinnerte daran, dass die Mitglieder ursprünglich mit dem Auftrag eingeladen worden seien, die Tiefengeothermie zu begleiten. Auch wenn das Thema Wärmenetz mittlerweile zunehmend an Bedeutung gewinne, sei die Auseinandersetzung mit der Tiefengeothermie aus Sicht des Bürgerbeirats noch nicht abgeschlossen. Inzwischen hat der Bürgerbeirat zwei Berichte erarbeitet, in denen erste Ergebnisse festgehalten wurden. Obwohl eine Veröffentlichung zugesagt worden sei, seien die Inhalte bislang nicht vollständig veröffentlicht worden. Die bisherige Kommunikation bezeichnete die Rednerin als „holprig“. Dies liege zum einen daran, dass bislang nur wenig Erfahrung mit dem Instrument Bürgerbeirat vorhanden sei. Zum anderen fehlten klare Absprachen und verbindliche Regeln für die Zusammenarbeit.
Der Bürgerbeirat spricht sich daher dafür aus, dass der Gemeinderat die Aufgaben, Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen des Gremiums eindeutig festlegt. Eine Möglichkeit hierfür wäre die Verabschiedung einer Satzung. Auch die Fraktion der Grünen hatte dies bereits mit einem entsprechenden Antrag gefordert.
Therapiehund in Kita Wirbelwind
In der Kita Wirbelwind wird künftig ein Therapiehund das pädagogische Angebot bereichern. Die Erzieherin und Hundehalterin stellte dem Gemeinderat eindrucksvoll vor, wie der Hund in den Kita-Alltag eingebunden wird und welchen pädagogischen Nutzen sein Einsatz mit sich bringt. Damit der Therapiehund seine Arbeit aufnehmen konnte, waren zahlreiche behördliche Genehmigungen sowie eine spezielle Ausbildung des Hundes erforderlich. Der damit verbundene Aufwand lohnt sich jedoch: Der Einsatz des Hundes bietet wertvolle pädagogische Möglichkeiten und stellt eine besondere Bereicherung für die Kinder dar.
Wir wünschen dem Team der Kita Wirbelwind weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen, damit dieses besondere Angebot langfristig erhalten bleibt.
Umfrageergebnisse Wärmenetz
Die Bürgerbefragung zum geplanten Wärmenetz in Neuhofen ist inzwischen abgeschlossen und ausgewertet. Die Ergebnisse geben einen Überblick über die derzeitigen Heizsysteme und das Interesse an einem möglichen Anschluss an ein Wärmenetz. Die meisten Haushalte heizen aktuell mit Erdgas (65%), ein kleinerer Teil nutzt Erdöl (7,5%). Erfreulich ist der Anteil der Wärmepumpen, der inzwischen bei 14,6 Prozent liegt. An einem Anschluss an ein mögliches Wärmenetz zeigen 46 % der Befragten Interesse. Bei den sogenannten Ankerkunden liegt die Anschlussbereitschaft bei 60 %. Wie sich das Vorhaben und die Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Mit den Ergebnissen der Befragung verfügt die Gemeinde jedoch neben der kommunalen Wärmeplanung über weitere wichtige Daten, die als Grundlage für die Bewertung des Projekts und die nächsten Planungsschritte dienen können.
Anschaffung eines neuen Bürgerbusses
Bei der Anschaffung eines neuen Bürgerbusses wurden ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und ein Elektrofahrzeug miteinander verglichen. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Ausstattung des Bürgerbusses erwies sich der Verbrenner in der Gegenüberstellung als die günstigere Variante. Kritisch angemerkt wurde, dass die Unterhaltskosten in den Sitzungsunterlagen nicht aufgeführt waren. Dadurch sahen sich die Ratsmitglieder gezwungen, die entsprechenden Berechnungen selbst vorzunehmen. Ein wesentliches Hindernis für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs ist zudem die bislang fehlende Ladeinfrastruktur. Der Gemeinderat betonte daher, diesen Aspekt bei künftigen Planungen stärker zu berücksichtigen und den Ausbau des Ladenetzes in Neuhofen voranzutreiben.
Mitteilungen und Anfragen
Tiefengeothermie: Keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich
Die zuständige Landesbehörde hat festgestellt, dass für das geplante Tiefengeothermievorhaben keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich ist. Damit kommt nach § 8 des Geothermiebeschleunigungsgesetzes grundsätzlich eine Plangenehmigung anstelle eines Planfeststellungsverfahrens in Betracht.
Diese Verfahrensform ist in der Regel weniger aufwendig. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass bei einer Plangenehmigung die für ein Planfeststellungsverfahren typische förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung entfällt. Privatpersonen haben daher im Rahmen dieses Verfahrens grundsätzlich nicht dieselben Möglichkeiten, Stellungnahmen abzugeben wie bei einer förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben.
Neues von EDEKA Supermarkt auf dem Tenneplatz
Der Ortsbürgermeister informierte, dass die Fa. EDEKA den Bauantrag für den Neubau in der Jahnstraße noch in diesem Jahr einreichen will, und die Genehmigung im 1. Quartal 2027 erwartet.