Die Haushaltsberatungen für das Jahr 2026 haben sich nach Ansicht der Fraktion äußerst schwierig gestaltet. Die Finanzabteilung leistete sehr gute Arbeit, jedoch kritisiert die Fraktionen, dass erst spät einen vollständigen Haushaltsentwurf vorlag und nicht alle offenen Fragen frühzeitig geklärt wurden.
Kernkritikpunkt ist die seit Jahren zunehmende finanzielle Überlastung der Gemeinde durch zu hohe Investitionen. Großprojekte mit massiven Kostensteigerungen – exemplarisch genannt das Otto-Ditscher-Haus mit einer Kostensteigerung um das 3,8 fache – haben die finanzielle Leistungsfähigkeit Neuhofens deutlich überschritten. Einmalige Einnahmen wie der Verkauf des Tennenplatzes sowie Mittel aus dem kommunalen Entschuldungsprogramm sind vollständig aufgebraucht, ohne eine nachhaltige Entlastung zu bewirken.
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Verschuldung: Die Pro-Kopf-Verschuldung steige von 480 Euro im Jahr 2018 auf voraussichtlich laut Planung 2.265 Euro Ende 2026. Gleichzeitig nimmt die Zinsbelastung stark zu – von 306.000 Euro im Jahr 2025 auf prognostizierte 656.000 Euro im Jahr 2029.
Die Fraktion lehnt den Haushalt 2026 ab, weil:
- die laufenden Kosten sind zu hoch,
- weitere Großprojekte nicht finanzierbar,
- kommende Haushalte ab 2027 nicht gesichert.
- die Gemeinde bereits Vermögenswerte veräußern
- und wichtige Stellen unbesetzt bleiben sollen.
Insgesamt, so das Fazit, die Gemeinde Neuhofen gibt dauerhaft viel mehr Geld aus, als ihr zur Verfügung stehe.